Pyro – was? Wie durch Pyrolyse Pflanzenkohle entsteht.
Feuer ist nicht gerade das Element, das wir mit Klimaschutz assoziieren. Es wird zur Brandrodung genutzt, Verbrennung setzt klimawirksame Gase frei, und so weiter. Aber kann es uns auch helfen?
So funktioniert die Pyrolyse
In unserer Pyrolyse-Anlage in der Lüneburger Heide wird kohlenstoffhaltige Biomasse, beispielsweise Grünschnitt-Reste aus dem Garten- und Landschaftsbau, in sauerstoffarmer Umgebung bei Temperaturen zwischen 380°C und 850°C “gebacken”. Während des Prozesses wird etwa die Hälfte des im Grünschnitt enthaltenen Kohlenstoffs zu Pflanzenkohle. Dieses Verfahren wird Pyrolyse genannt. Pflanzenkohle bindet Kohlenstoff und kann chemischer und biologischer Zersetzung über Jahrhunderte widerstehen. Auch gegen diverse Umwelteinflüsse ist sie im Gegensatz zu Pflanzen immun. Aus einem temporären Kohlenstoffspeicher wird ein dauerhafter. Auf diesem Weg wird der Atmosphäre sukzessive Kohlenstoff entzogen und dauerhaft im Boden gespeichert.
Für den Betrieb unserer Anlage wird nur die Energie benötigt, die durch die Verkohlung des Restmaterials entsteht.
Messbar, wissenschaftlich anerkannt und zertifiziert.
Pflanzenkohle versenken ist eine klimapositive Technologie, die der Atmosphäre tatsächlich Kohlenstoff entzieht, statt Emissionen lediglich zu vermeiden. Unsere Pflanzenkohle wird regelmäßig geprüft und vom European Biochar Industry Consortium (EBI) zertifiziert. So lässt sich unsere Leistung als Kohlenstoffsenke präzise ermitteln.